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Stunde der Wintervögel im Arboretum: Erfolgreiche Vogelzählung des NABU Vogtland

Heute fand im Arboretum die diesjährige „Stunde der Wintervögel“ statt, eine der größten naturkundlichen Mitmachaktionen Deutschlands.
Organisiert wurde die Vogelzählung vom NABU Vogtland und fachlich begleitet vom Plauener Ornithologen Frank Müller. Ziel der Aktion ist es, den Bestand der heimischen Wintervögel zu erfassen und langfristige Veränderungen in der Vogelwelt sichtbar zu machen.
Bei guten Beobachtungsbedingungen machten sich die Teilnehmenden gemeinsam auf den Weg durch das Arboretum. Mit geschultem Blick, Ferngläsern und viel Geduld wurden Bäume, Sträucher und offene Flächen abgesucht.
Schon früh zeigte sich, dass die Vogelwelt in diesem Jahr besonders aktiv und vielfältig war.


Zu den beobachteten Arten zählten mehrere Buntspechte und Amseln, außerdem ein Eichelhäher, eine Ringeltaube sowie zwei Rabenkrähen. Besonders erfreulich war der Nachweis von zehn Kernbeißern, die nicht jedes Jahr in dieser Anzahl gesichtet werden. Ergänzt wurde die Liste durch drei Kleiber, zahlreiche Rotdrosseln, Kohlmeisen und Blaumeisen. Auch Elstern sowie ein kreisender Mäusebussard konnten beobachtet werden.

Ein besonderer Moment war die Sichtung von zwei Wintergoldhähnchen, den kleinsten Vögeln Europas. Ebenso bemerkenswert waren acht Stare, die selbst im Winter aktiv waren, sowie ein lebhafter Trupp von rund 30 Erlenzeisigen, der dem Arboretum viel Bewegung verlieh.

Insgesamt wurden deutlich mehr Vögel als im Vorjahr gezählt. Dies deutet auf gute Lebensbedingungen und ein ausreichendes Nahrungsangebot hin. Frank Müller betonte die Bedeutung solcher Zählungen für den Naturschutz, da sie wertvolle Daten liefern und zugleich das Interesse an der heimischen Tierwelt stärken.

 

Die „Stunde der Wintervögel“ erwies sich damit nicht nur als wichtige wissenschaftliche Erhebung, sondern auch als gelungene Naturerfahrung für alle Beteiligten.

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